14 Einrumpfboote und 5 Katamarane hatten für den 13. Juli 2019 zur diesjährigen „Um die Wurst-Regatta“ gemeldet. Die Regatta war als Langstreckenregatta mit einer Wettfahrt ausgeschrieben, die in drei Runden zwischen Echinger Bucht, Utting und Breitbrunn abzusegeln war. Das Wetter war trocken, Regen war erst für den Nachmittag angesagt, und der Wind blies ordentlich aus West mit bis zu 5 Beaufort. So ergab die Kombination aus Kurs und Windrichtung eine Bahn, die fast ausschließlich aus zwei Halbwindkursen und dann dem Vorwindkurs zwischen Utting und Breitbrunn bestand. Es waren daher ideale Bedingungen für alle Gleitjollen. Dennoch waren seglerisches Können und Bootsbeherrschung gefragt.

So passierte es Uwe Dierks auf der schnellen H-Jolle nur wenige Minuten vor dem Start, dass das Boot in einer Böe kenterte. Schnell wieder aufgerichtet schaffte er es mit seiner Crew noch kurz vor dem Zeitlimit über die Startlinie zu gehen und das Rennen zu absolvieren. Den regulären Start hatten die meisten Boote nicht gut erwischt. Während kurz vor dem Start der drehende Westwind vermeintlich noch die rechte Seite am Startschiff favorisierte, kehrte sich die Situation eine Minute vor dem Start um, und die linke Seite der Startlinie war klar im Vorteil. Dies war Stephan Kaiser nicht entgangen, der auf seinem 16er Jollenkreuzer in tollkühner Manier am linken Ende der Startlinie einen Steuerbordstart hinlegte und nur etwa eine Bootslänge vor dem 15er Jollenkreuzer des Chronisten auf Steuerboard durchging. So war dann der 16er Jollenkreuzer auch der Erste an der ersten Luvtonne gefolgt vom 15er Jollenkreuzer und den anderen schnelleren Booten. Die RS800 von Andrew Scoones flog nur kurze Zeit später vorbei und wurde dann im Verlauf der Regatta nicht mehr gesichtet. Auf dem ersten Vorwindgang überholte dann Christian Gröbmüller auf seiner J80 und schloss im Verlauf der Regatta auf den 16er Jollenkreuzer auf, der dem Chronisten mit jeder Bahnlänge einige Bootslängen mehr enteilte. Auf der zweiten Runde überholte kurzfristig einmal der 29er, das neue Jugendboot mit den Holtmann-Brüdern als Crew. Sobald es dann allerdings auf den Halbwindkurs Richtung Eching ging und der 15er Jollenkreuzer ins Gleiten kam, kehrte sich das Spiel wieder um. Ebenso erging es Jörg Schiszler auf seiner Skippi 650, die sich auf einem der Vorwindgänge vor den 15er Jollenkreuzer schob. Auf dem Halbwindkurs musste er den Jollenkreuzer wieder passieren lassen.

Am Ziel lagen Andrew und Lucy Scoones auf der RS800 soweit vorne, dass sie nach nur 1.5 Stunden den ersten Platz gewannen und noch eine halbe Stunde vor dem zweitplatzierten Stephan Kaiser auf dem 16er Jollenkreuzer ins Ziel kamen. Der 15er Jollenkreuzer mit dem Chronisten Andreas Schoop fuhr auf den 3. Platz vor dem nächsten 16er Jollenkreuzer, der mit Familie Steurer auf Platz 4 landete. Trotz gut gesegelter Bahn reichte es mit der Yardstickvergütung für Christian Gröbmüller mit der J80 nur für einen 5. Platz. Die Jugendwertung gewannen Luis und Jonas Holtmann, die auf dem 29er einen guten 7. Platz einfuhren. Bei den Katamaranen gewann Hermann Ramisch vor Fabian Braunitzer und Michael Krause.

Kaum waren alle Segler wieder an Land, gab es den ersten Regenguss, der jedoch nicht allzu lange anhielt. Für alle Segler gab es anschließend Bier und den selbstgegrillten Hamburger zur Verköstigung und bei der Siegerehrung gab es für jeden Segler die obligatorische Wurst als Preis.

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